Geschichte

Herbst 1990
Wohnungslose, Schauspieler und Sozialpädagogen arbeiten ein halbes Jahr an dem Theaterprojekt "Berliner Obdachlosen GmbH & Co".


9/1991
" UNTER DRUCK Kultur von der Straße e.V." wird gegründet, um für die begonnene Arbeit langfristige Perspektiven zu schaffen.
11/1992
Idee vom Obdachlosenkulturhaus
Belagerung des Sozialsenats
Erste Räume in der Brunnenstr.7
Erste öffentliche Projektförderung, Förderungsgrundlage ist § 72 BSHG (Hilfe für Personen in besonderen Lebenslagen.
1994
Beteiligung an Straßenfesten
Fotoausstellung "Foto-Ansichten aus Berlin - Mitte"
Lesung/Cabarett "Miss Marpless"
Theater "Warten auf Godot"
1995
Theater "für dreigroschen Oper"
1996
Theater "Von Mäusen und Menschen"
1998
Die Kürzung der Projektmittel um 20% führt zu Einschränkungen. Und dennoch:
Theater "Glückliche Tage"
"East-Side-Story"
1999
Fotoausstellung "Lola knipst"
Umzug in die Almstadtstraße am Rosa-Luxemburg-Platz.
2000
Bezirksfusion...
Gründung des Zweckbetriebs "beatle print". Großer ehrenamtlicher Einsatz, Erhalt einer BBJ-Stelle für "beatle print", Finanzierungsgrundlage sind Spenden. Theater: "Die Versuchung".
2001
Sozialkultureller Treffpunkt: Projektförderung vom Bezirksamt Mitte, Honorargelder vom DPW, zusätzliche Stellen über HzA für die Bereiche Musik, Computer und Café.
"beatle print": Förderung einer Personalstelle über den Senat, Spendenaktion "Der Tagesspiegel e.V." ermöglicht den Ausbau der Siebdruckwerkstatt in der ehemaligen Fleischerei am Rosenthaler Platz. Im Theater: "Tod eines Clowns", "Ein kleines bißchen Untergang".
2002
Bezirksamt plant im Rahmen des Haushaltes 2003 die zuwendung für den Treffpunkt zu streichen. Das wäre das Ende des Vereins. Die Mitarbeiter und Gäste wehren sich mit dem "offenen Wohnzimmer" vor dem Rathaus Wedding. In der belebten Müllerstr. wird die Arbeit für die Wohnungslosen demonstriert. Der Sozialausschuß unterstützt unser Anliegen.
Theater: Death is not the end, ein Seeräubermusical
2003
Der Treffpunkt kann erhalten werden, wenn auch erhebliche Kürzungen zu verkraften sind. Der Verein muß im März alle hauptamtlichen Mitarbeiter kündigen. Ab April arbeitet der Verein mit neuer Struktur weiter.
Theater: Hamletstories; Du jibst nüscht ab

2004
- Theater: drei Eigenproduktionen wurden erarbeitet und an diversen Spielorten aufgeführt:"Das reine Desaster"; "Zirkusspaß";
"Großstadtstörzirkus".
- Besuch von Dozenten und Professoren der John-Wesely Fachhoch-schule für Sozialarbeit aus Ungarn mit Fachdiskussionen.
-Der Arbeitslosenststammtisch mit dem Programm "Lokales Soziales Kapital" wird auf gebaut und mangels Finanzierung wieder eingestellt.
Daneben gab es viele gute Offentlichkeitsaktionen. Zudem wird eine neue Broschüre erstellt, die HomePage ist im Netz und das bald sogar zweisprachig.
2005
- Ausstellungen:
"Ich und die Stasi", Dokumentation eines wohnungslosen Besuchers
"Die Sraße" des Malers und Grafikers matt vinyl
"Frühlingserwachen" des Photografen Peter Woelck
"Kinski"-Ausstellung, organisiert von BesucherInnen mit Gedichten/ Lesungen und Fotografien. Musik v.d. TrommelGruppe
- Theatergruppe präsentierte "StuhlPuzzleStücke", "Lebens-variationen" und das "Hamletspektakel"
- Die FrauenGruppe besucht zahlreiche kulturelle und sozial-politische Veranstaltungen
- Informationsveranstaltung mit Goldmund im Roten Salon, Volksbühne
- Informationsstand auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz
- Dokumentarfilm "Die Sterne und Wir im Wasser" von K. Eißing über die Theaterarbeit bei UD wird in der Volksbühne gezeigt.
- Austausch und Mitarbeit einer französischen Studentin bei UD zum Thema "Forschungsarbeit über die Rolle von Verbänden und Vereinen bezüglich der Wohnungslosenpolitik in Deutschland und Frankreich"
- DPW finanzierte 2tägige Gruppenreise nach Polen mit 14 Besuchern.
- Spreerundfahrt mit 20 Besuchern
- Aktion "Lebenskundeunterricht" vor der Hachmann-Verwaltungsgesellschaft
-Weihnachtsfeier mit über 100 Besuchern! Lesung, Theater...

Im Mai kündigt der Vermieter die Räume zum Jahresende. Begründet wird dies mit "Lärmbelästigung, Dreck vor den Räumen und freilaufenden Hunden". Ein entsetzliches Larifari mit Anwälten, Ämtern, Vermietern... beginnt! Im letzten Moment wird dann ein neues Objekt gefunden.

2006
Unter Druck residiert in neuen Räumen und wußte das auch mit einem Frühjahrsfest zu feiern! Das Haus in dem UD vorher war, wird gesamtsaniert. Vor dem Haus: Dreck und Bauschuttcontainer. In und um ds Areal Lärm durch die Bauarbeiten. Freilaufende Hunde sieht mensch noch immer. Es liegt nahe, daß UD der umsatzfördernden Umstrukturierung des Kiezes weichen mußte.

!Kulturarbeit ist LUXUS! Die finanzielle Förderung der Kulturarbeit wird gestrichen. Dennoch sind etliche Aktionen und Projekte in Planung (siehe Aktuelles).

Sozialarbeit noch nicht: Eine Honorarstelle für die soziale Beratung wird finanziert.

"Unter Druck e.V."lebt!

 

Die hier aufgeführten Ereignisse sind Eckpunkte, Eckpunkte die zum Teil auch medialen Nachhall fanden. Die schlecht zu datierende Hauptarbeit jedoch ist die tägliche, die wichtigen Teile, die den Verein zum laufen bringen, die Beratung, das Café, die verschiedenen Mal-, Musikgruppen usw. Und nicht zu vergessen - die Küche!

 

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